Liebessucht

Alkoholsucht.

Heroinsucht.

Spielsucht.

Sexsucht.

Twittersucht.

Eine Sucht, die fast die komplette Gesellschaft quält: Die Liebessucht.

Die Sehnsucht nach Liebe ist alltäglich da, ich wage fast zu behaupten in jedem Menschen. Kleinkinder sehnen sich danach, nach einer Umarmung. Auch der alte Mann, an dem du vielleicht tagtäglich vorbeiläufst, wünscht sich nicht mehr als ein Lächeln, etwas, das wenigstens ein wenig Herzenswärme ausdrückt.

Wer einmal geküsst hat, will wieder küssen. Und wieder. Und wieder. Und wieder. Weil es sich gut anfühlt. Weil es mit dem richtigen Menschen Dinge in unserem Körper auslöst, die auf keine andere Weise ausgelöst werden können. Weil es Spaß macht. Weil damit auch gezeigt wird: Ich bin jemandem wichtig.

Jemandem wichtig sein. Vielleicht sogar mehr: Von jemandem geliebt werden. Voll und ganz. Liebe, die nicht aufhört. Die einfach weitergeht. Rein. Pur. Endlos. Berauschend. Wer wünscht sich das nicht?

Wo wir schon bei berauschend sind. Schonmal geliebt worden? So, dass du es in den Augen des anderen sehen konntest? So ein Strahlen in den Augen des anderen, für das nur du alleine die Ursache bist?  So ein Ausdruck, bei dem jedes Wort unnötig gewesen wäre? Schonmal die drei Worte gefühlt? Tief in dir drin und durch die Taten des anderen? Das fühlt sich wunderbar an.

Das Herz VERliebt sich. In den Falschen. Viel zu oft. Und am Ende tuts weh. Geht die Liebe vorbei, bleibt meistens der Schmerz. Dann war es vielleicht die falsche Liebe, kein guter Stoff.Mal ist es nur ein kleiner Knacks, mal ein Riss, mal ein Tal, quer durchs Herz. Ist der Schmerz überwunden, bleibt die Sehnsucht. Nicht unbedingt nach genau dieser einen Person, sondern nach dem, was Liebe ausmacht. Nach dem, was man so in einer Beziehung miteinander macht.

Liebe ist eine Sucht und seit meinem ersten Kuss bin ich ihr verfallen. Will mehr, will jemanden, der mich liebt. So wie ich bin. Jemanden, der mich mit seinen Augen so offen und ehrlich und liebevoll anschaut, dass mein Herz so wild klopft, dass ich befürchte, dass es jeder hören kann.

Manchmal ist es besser alleine zu sein. Wenigstens für eine Weile. Aber das ignorieren wir. Der Sucht wegen.

Ob man sie überwinden kann? Ich weiß es nicht. Ich kann es nicht. Weil Liebe was wunderbares ist. Sofern man sie den hat. Und sie nicht gerade beschlossen hat zu vergehen. Abzuhauen.

Ich will jemanden, der mich mehr als genug liebt. Und ich will niemanden brauchen.

Ich will Liebe.

Pur.

Rein.

Ehrlich.

Ohne Vorurteile.

Und bin davon überzeugt, dass das noch existiert. Denn auf schlechten Stoff hab ich keinen Bock mehr.

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