Ich bin zu viel.

Ich bin übergewichtig. Stark übergewichtig. Da sind garantiert mehr als 20 Kilo zu viel auf den Hüften, in den Armen, im Arsch, in den Beinen… Einfach überall.. Es gibt zu viel von mir.

Und weil das nicht nur scheiße aussieht, sondern auch meiner 19-jährigen, bald 20-jährigen, Gesundheit schadet, will ich das ändern.

Vor meiner Zeit in Indien war ich auf einem relativ gutem Weg. Mehr als acht Kilo waren es schon weniger. Aber hier habe ich wieder 3-4 kg zugenommen. Seit neuestem weiß ich auch warum: Wie kann man bei einem fünftel Liter Öl pro Gericht nicht zunehmen? Und bei ca. 5 Hausbesuchen in der Woche, bei denen man von den Müttern regelrecht gezwungen wird zu Essen. Mehr zu essen, als überhaupt in den Magen passen kann.

Ich will abnehmen. Mir selbst zuliebe. Wegen sonst niemanden. Nicht wegen der Gesellschaft, die dicke Menschen im McDonalds schräg anguckt, während neben dran die dünne Freundin sitzt, die doppelt so viel isst, aber NIE zunimmt. Nicht wegen irgendeinem Kerl, der mich deswegen mehr mögen soll. Wer mich so nicht haben will, soll mich anders erst gar nicht kriegen. Nicht wegen meiner Familie, meinen Freunden oder dem allgemeinen Schönheitsideal. Nur wegen mir. Weil ich mich endlich rundum wohlfühlen will.

An den meisten Tagen meines Lebens fühle ich mich schön. Ja, wirklich. Solange ich mein Gesicht im Spiegel sehe kann ich mir selbst sagen, dass ich schön bin. Sobald ich den Rest des Körpers sehe hört dieses Gefühl nach und nach auf. Ich will aber, dass dieses Gefühl bleibt.

Ich möchte fit werden, gesund. Deswegen ist das auch kein läppischer Vorsatz für das Jahr 2012, sondern ein Lebensvorsatz. Klingt wichtig, ist es auch.

Wie ich hier in Indien damit anfangen soll? Ich weiß es leider nicht. Da ich nicht selbst koche(n darf), muss ich das essen, was da ist und habe keinen Einfluss auf Ölmenge oder sonstiges. Aber ich kann das ganze Gedöns zwischendrin weglassen: Kekse, Schokolade und und und….

Aber dafür brauche ich Unterstützung. Mentale oder wie man das nennt. Und zwar nicht von einer Mitvolontärin, die regelmäßig Kekse und Nutella mit ins Zimmer bringt. Auch nicht von meinen Freunden, die spätestens zwei Wochen, nachdem ich sie um Hilfe gebeten habe, mich mit in den McDonalds schleppen oder mir Schokolade gegen die schlechte Laune schenken. Liebe Freunde: Das ist zwar lieb gemeint, ABER DAS HILFT NICHT!!!

Ich hatte die Hoffnung, dass sich unter euch zwei oder drei finden werden, die mich immer und immer wieder damit nerven werden. Denn noch ist mein Wille stark, ich bin fest entschlossen, doch ich kenn mich: Wenn ich das nächste Mal mies drauf bin, ist die Schokoladentafel wieder mein Tröster. Vielleicht erklärt sich ja jemand von euch bereit, einmal in der Woche nachzufragen, wie es denn so läuft. Nur damit ich daran erinnert werde. Nervt mich ruhig damit. (Meldet euch bei mir!)

Wahrscheinlich schreibe und veröffentliche ich das hier nur, um es festzuhalten. Wie in einem Vertrag. Denn dank Twitter werden das hier wenigstens ein paar lesen. Und je mehr Menschen das mitverfolgen, umso mehr werde ich den Willen haben durchzuhalten. Ist so ein Kopfding, dass bei mir bis jetzt immer ganz gut funktioniert hat.

Wenn ich wieder zurück in Deutschland bin (In nur 44 Tagen…) werde ich mich beim Arzt komplett durchchecken lassen. Die Zeit, in der ich zu Hause bin, möchte, nein werde ich zweimal die Woche schwimmen gehen. Wenn ich abends mal wieder vor meiner TL klebe, zwinge ich mich, 5 Sit-Ups zu machen, bevor ich auf „Neue Tweets anzeigen“ drücke.(Bis mehr als 50 gemacht sind. Dann je nach Laune.) Die Ernährung wird umgeschmissen, nach Indien ist das auch nicht sonderlich schwer.

Also, ihr wisst jetzt Bescheid und ich halte euch auf dem Laufenden. Und wenns euch nicht interessiert: Mir egal, ich mach das für mich, auch das Schreiben. Erklärt sich jemand bereit, mich zu unterstützen und immer wieder damit zu nerven? Das wäre ganz wunderbar.

 

 

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