30 Tage – 5 Bücher {1} High Fidelity

Wie am Mittwoch schon angekündigt werde ich euch jetzt mit Buchrezensionen nerven. Ihr könnt sie lesen oder nicht, mir egal. Ich reflektiere gern über gelesenes und vielleicht studiere ich ja auch deswegen Germanistik. Außerdem mag ich es, wenn man den Genitiv und den Konjunktiv richtig zu benutzen weiß, aber das ist ja wieder eine andere Sache.

Nach zahlreichen Empfehlungen von mehreren Seiten entschied ich, dass das erste Buch „High Fidelity“ von Nick Hornby sein soll.

ACHTUNG: Diese „Rezension“ kann für Verwirrung sorgen und ist mit an Unsicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit  nicht hilfreich.

Das Problem, dass ich mit diese, Buch hatte, waren wohl meine zu hohen Erwartungen. Sätze wie „Ich habe es geliebt“ oder „Einfach nur toll“ sind irgendwie auch eine Art  Spoiler und so erhoffte ich mir aus dem Buch irgendwas fürs Leben zu lernen oder dass es sogar mein Leben verändern könnte oder mich wenigstens irgendwie bewegen würde. Bücher können Leben verändern, also so richtig gute Bücher, dieses nicht.

Ich fühlte absolut nichts. Die Geschichte von Rob Irgendwas (Ich hab sogar den vollen Namen des Protagonisten vergessen, kein gutes Zeichen) ist gut und witzig geschrieben, an den richtigen Stellen musste ich leicht grinsen, aber nicht laut lachen. Vielleicht liegt es auch nicht an dem Buch, sondern an mir, ich weiß es nicht. „About a Boy“ habe ich geliebt, am Autor kann es also auch nicht liegen. Es ist nur so: Dieser 35-Jährige Mann suhlt sich so in seinem Selbstmitleid, obwohl er selbst sein ganzes Lebenschaos verursacht hat und versucht noch nicht mal sich zu ändern. Er hat einen Plattenladen, der nicht gut läuft, eine Ex, die er gar nicht wirklich geliebt zu haben scheint, aber trotzdem irgendwie wieder aus Gewohnheit haben will und dann noch eine beeindruckende Plattensammlung. Ich mochte, dass er viel nachdenkt, ich mochte aber nicht, dass nach dem Denken keine Handlung folgt. Ich mochte, dass er dazu fähig war sich spontan zu verlieben, ich mochte aber nicht, dass er sich selbst nicht mag. Ich mochte, dass er selbstkritisch ist, ich mochte aber nicht, dass er immer mehr im Jammern versank. Wahrscheinlich kann ich auch einfach nichts mit einem jammernden 35-Jährigen anfangen, der widerum nicht von selbst seinen Arsch hochkriegt, um mit seinem Leben was anzufangen. Und als das Buch zu Ende war klappte ich es zu und dann schnell wieder auf, weil ich nicht glauben konnte, dass das das Ende war. Und wieder zu und wieder auf und dann schmiss ich es in die andere Ecke des Bettes (falls Bibliothekare mitlesen: Natürlich legte ich vorsichtig neben mich), weil mich dieses Buch nicht in dem Maß begeistert hatte, in dem ich es erwartet hatte. Er sagte am Ende ein paar wirklich kluge Gedanken zu, Thema Hochzeit, aber das wars auch schon. Aus. Vorbei. Enttäuschung.

SAMSUNG

Positiv: Es passt immerhin zu meiner Bettwäsche.

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4 Gedanken zu “30 Tage – 5 Bücher {1} High Fidelity

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