30 Tage – 5 Bücher {II} Raum

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„Raum“ ist großartig, fantastisch, phänomenal, grandios, gigantisch, das beste Buch, dass ich dieses Jahr gelesen habe und eines der Besten, die ich seit ich lesen kann gelesen habe. Ich habe es bereits seit Samstag fertig, kam nur wegen einer geheimen Mission im All aus Gründen nicht dazu, euch davon zu berichten. Ich will und kann auch gar nicht viel über den Inhalt dieses Buches schreiben, weil ich davon ausgehe, dass ihr alle noch dieses großartige Buch lesen werdet und ich will euch diese Freude nicht verderben. Ich will euch neugierig machen.

Aber so viel darf ich dann doch verraten: In „Raum“ von Emma Donoghue geht es um Jack und seine Mutter. Das Buch beginnt mit seinem fünften Geburtstag, welchen er mit seiner Mutter in Raum feiert. Denn Jack kennt nur Raum, da wurde er geboren, das ist seine Welt, begrenzt auf etwa 12 Quadratmeter. Echt sind nur er, seine Ma und alles, was im Raum ist. Was er im Fernsehen sieht, ist nicht echt und außerhalb der Tür ist das Universum. Sein Leben lang lebt er in diesem Raum, nachts muss er sich im Schrank verstecken, damit „Old Nick“ ihn nicht sieht. Und eines Tages stellt seine Ma seine Welt auf den Kopf und erklärt ihm, dass sie aus Raum fliehen müssen.

Das besondere an diesem Buch: Der Schreibstil. Der ganze Roman ist aus der Sicht von Jack geschrieben, in den Worten eines Fünfjährigen und dadurch eben auch mit der Grammatik eines Fünfjährigen. Es dauerte etwa 50 Seiten bis ich in seiner Sprache drin war und mich seine Satzkonstellationen nicht mehr gestört haben, aber dann war ich hin und weg und begeistert. Sich in einen kleinen Jungen hineinzuversetzen muss schon schwer sein, sich dann aber auch noch in einen kleinen Jungen in dieser spezifischen Situation, in der Jack nun mal steckt, hineinzuversetzen ist eine Meisterleistung, die Emma Donoghue überaus gelungen ist.

Es ist außerdem auch eines dieser lebensverändernden Bücher, von denen ich im letzten Blogpost schrieb, man sieht die Welt danach tatsächlich mit anderen Augen. Wahrscheinlich mit Jacks Augen, aber das ist etwas bereicherndes, etwas gutes. Wie ihr jetzt wohl beim Lesen bemerkt habt: Ich bin restlos begeistert.

Fazit: Lesenswert. Wirklich lesenswert. Wahrscheinlich werde ich es mir kaufen, es ist eines dieser Bücher, die ich wohl immer und immer wieder lesen und dabei immer wieder zu neuen Erkenntnissen kommen werde. Und ich erwarte von euch, dass ihr es bei Gelegenheit auch mal lest und euch genauso darüber freut, wie ich.

 ‚“Häuser, das sind ganz viele Räume, die zusammenkleben, da wohnen Ferseher-Personen drin, aber manchmal gehen sie auch raus, und dann passiert ihnen Wetter.“ (von Jack)

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