Wer Augenringe findet, darf sie behalten

Wenn ihr zählen könnt und davon gehe ich bei Menschen aus, die lesen können, werdet ihr bemerkt haben, dass die 4 Wochen seit einer Woche um sind und ich nur über zwei Bücher geschrieben habe. Dafür gibt es eine einfache Erklärung: Die anderen drei Bücher waren nicht wirklich gut, ich las jeweils 20 Seiten und schob sie in die Kategorie „Zeitverschwendung“. Außerdem las ich in den letzten vier Tagen alle drei Bücher der „Tribute von Panem“ Trilogie und war zu beschäftigt, um auch nur ein Buch zu schreiben.

Meine Buchaktion war also, wie unsere Gesellschaft, ein Griff ins Klo. Ich hab mir weitere Bücher ausgeliehen, hab aber keine Lust, euch davon zu erzählen. Und keine Zeit. Ich muss meine Pläne, die Welt durch strahlendes Aussehen und wunderschöne Locken Justin Bieber und dem daraus folgenden Gehörverlust zum Erliegen zu bringen, ausfeilen und nebenbei auch noch studieren. Da bin ich nämlich auch manchmal noch. In der Uni. Da ist es ganz nett, nur die Menschen nerven ein bisschen, aber das ist ja nichts Neues.

Bahn gefahren bin ich auch mal wieder, beziehungsweise Bahn gestanden. Ganze 70 Minuten standen wir da so am Berliner Hauptbahnhof rum. Das Mädchen gegenüber von mir fing an zu weinen, vielleicht mag sie Stillstand nicht so. Die zwei sächsischen Ehepaare neben mir hatten Dosenbier dabei und grölten nach 20 Minuten Hassparolen gegen die Deutsche Bahn, woraufhin sich erste Rebellengruppen bildeten, die den Zug an sich reißen wollten. Eine Revolution bahnte sich an und ich bremste sie, indem ich eine feurige Rede hielt, in der ich erklärte, dass die Deutsche Bahn doch nur gegen das Vorurteil der deutschen Pünktlichkeit ankämpfen will und dass wir doch alle nicht in Schubladen gesteckt werden wollen und die Bahn ruhig mal unterstützen könnten. Daraufhin warf sich ein geisteskranker Mensch vor den Zug, aber als er merkte, dass man keinen Personenschaden erleidet, solange der ICE nicht losfährt, setzte er sich wieder hin und schlief ein. So oder so ähnlich lief das ab, vielleicht bin ich auch nur eingeschlafen und konnte Realität nicht mehr von Traum unterscheiden. Achja und als wir dann fuhren, war da Raps. Das war schön.

Irgendwann war ich dann auch mal in Halle, was gar nicht so arg hässlich ist, wie die in Leipzig alle behaupten aber dass die S-Bahn zwischen Halle und Leipzig „HALLEIPZIG“ heißt ist entweder eine geniale Idee oder komplett bescheuert. In Halle waren zwei Poety Slams an zwei Abenden, nette Menschen und ich. Todmüde. Hier ein Video, in dem ich sehr müde in ein Mikro sprach, trotzdem ins Halbfinale kam und dabei auch noch gefilmt wurde. Wer Augenringe findet, darf sie behalten.

 

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