2015 | Woche 1

Auf meinen letzten Post kam nur eine Antwort von der lieben Liesa.

I WANT IT ALL. Nee, ehrlich, du könntest über den unwichtigsten Kram schreiben und ich würde es immer noch mit Begeisterung lesen, weil du einfach so toll schreibst.

Ich nehme das wörtlich. Da niemand meiner Idee, einen Wochenrückblick einzuführen, widersprochen hat, mach ich das jetzt. Selbst schuld. Etwas verwirrend ist für mich nur, dass drei Tage der letzten Woche noch im letzten Jahr waren. Aber nunja. Es folgt also ab sofort jede Woche ein Rückblick auf die belanglosen und belanghaften (Was zur Hölle ist das Gegenteil von belanglos? Wichtig. Es ist ist wahrscheinlich wichtig.) wichtigen Ereignisse meine Daseins. Vielleicht kann ich damit ja irgendwann meine Memoiren verfassen. 

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Am Montag besuchte ich mit der Familie meine Oma im verschneiten Odenwald. Es hätte mich nicht gewundert, wenn Aschenbrödel (was ist das eigentlich für ein bescheuerter Name?) aus dem Wald geritten käme, was leider nicht passierte. Die perfekte Kulisse für ein kitschiges Märchen. Aschenbrödel habe ich dieses Weihnachten zum ersten Mal nicht geschaut. Mit Absicht. Weil es mich nervt, dass die Guten in Märchenfilmen immer wunderschön sind und die Bösen meistens dick und hässlich sind. Aber dazu schreib ich später wahrscheinlich noch mehr. Ansonsten bekamen wir fast eine etwas misslungene Sahnetorte beim Bäcker geschenkt, was mich kurz wieder an das Gute im Menschen glauben ließ, aber das Angebot wurde dann leider doch wieder zurück genommen, was mich in meinem Glauben, immer mit Enttäuschungen zu rechnen, bestätigte.

Dienstag war der Tag vor Silvester. Und weil der Konsumgott es so will, gibt man zwischen den Jahren das Weihnachtsgeld aus. Das dachten sich auch drölftausend andere Menschen, die wie wir durch die Innenstadt irrten. Meine Tagesaufgabe war es Kahlúa zu finden. Hab ich gefunden. Einem Dudesilvester stand also nicht mehr im Weg.

Mittwoch dann also Silvester. Ich fasse kurz zusammen: Bier, Raclette, White Russian, noch ein White Russian, noch ein White Russian, Dinner for One (es ist sehr lustig, wenn Menschen, die noch nie Dinner for One gesehen haben, ein Trinkspiel spielen und jedes Mal einen halben Shot trinken, wenn James stolpert), Vodka O, Sekt. WOHOOO FROHES NEUES, Geböller, ein brennendes, leuchtendes Drehdingsda, das mich angriff („Entschuldigung, ich hab gedacht, dass schieße einfach nach oben und nicht quer durch die Gegend“), nochmal Vodka O, noch ein bisschen Sekt, Biertrinkspiel, Nudelsalat, tanzen. Highlight war eindeutig die leuchtende und blinkende Vodkaflasche. Schön war das alles.

Den verkaterten Donnerstag fasse ich mal in einem Bild zusammen:

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Freitag war dann zur Hälfte wie der Donnerstag, nur ohne Kater, dafür mit einer unspektakulären Busfahrt. Wie gerne hätte ich mal so eine Fahrt wie Harry Potter im Fahrenden Ritter, aber das wird wohl ein Traum bleiben. Zu Hause stellte ich fest, dass Knoblauchsenf und Eier mich wahrscheinlich nicht übers Wochenende bringen würden und ging einkaufen. An einem Freitagabend. Wie dämlich. Wenn man aber leise „Töten. Alle töten.“ murmelt, wenn man durchs volle Kaufland läuft, hat man viel Platz um sich und es ist gar nicht mal so schlimm.

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Am Samstag dann Vorsätze. Also eigentlich ein Plan: Für jede Stunde Sport schmeiße ich einen Euro in die Spardose und im August kauf ich mir von dem Geld ein Kleid für die Hochzeit der besten Freundin. So weit, so gut. Wenn ich da dann in einem Kleid von KIK auftauche, wissen alle Bescheid. Drei Euro sind bis jetzt drin. Außerdem mache ich den 30 Day Flat Abs Plan von Blogilates. In 30 Tagen werde ich zwar keinen flachen Bauch haben, aber unter dem ganzen Bauchfett sind dann krasse Bauchmuskeln, ich sag’s euch.

Der Sonntag dümpelte mit Dexter so vor sich hin. Serienkillerserien beruhigen mich. Sollte ich mir Gedanken machen? Außerdem probierte ich ein neues Rezept aus: Avocado Pasta. Mit Avocado kann man nichts falsch machen. Mit Nudeln auch nicht. Perfekt also. Abends dann Tatort gucken auf dem Crosstrainer im Fitnessstudio. Aber zum Glück leider war er so schlecht, dass ich nach einer dreiviertel Stunde wieder runter bin. Da lese ich mir lieber den Rückblick von Les Flâneurs durch, geht schneller und ist meistens unterhaltsamer als der Tatort an sich. Wird vielleicht trotzdem Sonntagstradition auf dem Crosstrainer den Tatort zu schauen.

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