Sport ist ihr Hobby

Ich habe mich damit abgefunden: Dieser Blog wird immer mehr zum Fitnessblog, was unter anderem daran liegt, dass das einen großen Teil meines Lebens einnimmt und mich beschäftigt. Nichtsdestotrotz werden hier noch andere Themen ihren Platz finden, nach den größten Prüfungsaufgaben habe ich demnächst mehr Zeit mir Gedanken über den Blog zu machen. Der erste Schritt war ein neues Design einzurichten, wie findet ihr es?

Beim Blick in die Spardose stellte ich heute erstaunt fest: Im letzten Monat habe ich fast 24 Stunden Sport gemacht. Also beinahe einen ganzen Tag lang. Neben Poetry Slam ist das wohl das zeitaufwendigste Hobby, das ich habe. Hätte ich doch nur mal mit Stricken angefangen, da könnte ich nebenbei wenigstens meine Serien anschauen oder lesen. Aber nein, es musste Sport sein. Sechs Stunden verbringe ich im Schnitt in der Woche im Fitnessstudio. Aber für Dinge (und Menschen), die mir wichtig sind investiere ich gerne viel Zeit. So langsam erkenne ich die anderen Leute wieder, man nickt sich im Kraftraum anerkennend zu. Es ist wie ein Geheimclub, in den ich geraten bin und aus dem ich nicht mehr rauskomme. Solange ich mir jetzt keine Sporttights kaufe, auf denen „no pain, no gain“ draufsteht und als wandelnder Hashtag rumlaufe ist aber noch alles in Ordnung. Deswegen stelle ich jetzt eine neue Kategorie vor: Sport ist ihr Hobby. (Ja, irgendwann ist das Wortspiel ausgelutscht, aber jetzt noch nicht. Vielleicht wenn ich später mal in einem Hort arbeite und das ganze dann „Hort ist ihr Hobby“ nenne. Oder mal einen Freund namens Horst habe und dann „Horst ist ihr Hobby“… Ach, lassen wir das.)

Sport macht Spaß. Ich muss mich nicht mehr dazu aufraffen oder mir in den Arsch treten, sondern es ist einfach ein großer Teil des Alltags. Und es tut unheimlich gut. Ich habe geschafft, was ich schaffen wollte. Sport nicht mehr als notwendiges Übel zum Abnehmen sehen, sondern Sport machen, weil es Spaß macht. Das hat fast ein Jahr und viele Liter Schweiß gebraucht. Mittlerweile fehlt mir das Training, wenn ich es nicht ins Studio schaffe.

Ich spüre auch viele körperliche Veränderungen, aber darüber schreibe ich in einem Monat, denn da haben der Sport und ich Einjähriges. Es kommt in letzter Zeit öfter vor, dass mich Menschen um Rat fragen, wenn es um Sport geht und ich irgendwie eine Art Vorbild geworden bin. Das fühlt sich komisch an, ist aber auch irgendwie schön. Vielleicht sollte ich das meinen damaligen Sportlehrern, die mich zu Coopertests und Bundesjugendspielen und noch weiteren sportlichen Gräueltaten zwangen, mal unter die Nase reiben. Die Motivation etwas zu tun muss von innen kommen und kann nicht extern aufgezwungen werden, vor allem nicht mit irgendwelchen bescheuerten standardisierten Tests, die auch noch benotet werden.

Für mich waren Pläne hilfreiche, um Routine reinzubekommen. Am Anfang war da „30 Day Shred“ von Jillian Michaels, über die ich ja ausführlicher hier berichtet habe, dann immer wieder die Monatspläne von Blogilates und jetzt der Trainingsplan vom Trainer im Fitnessstudio. Irgendwie funktioniert das bei mir besser, wenn ich etwas habe, was ich einfach abhaken kann und dann noch auf dem Papier sehe, was ich alles geschafft habe. Zusätzlich mach ich aber immer noch bei irgendwelchen Challenges mit. Es macht einfach noch mehr Spaß wenn man sich mit anderen über Erfolge austauschen und sich gegenseitig motivieren kann. Deswegen möchte ich euch diesen Monat zur „30 Day Butt Lift Challenge“ aufrufen. Ein paar Menschen sind schon dabei, über den Hashtag #30daybuttlift sieht man bestimmt einige motivierende Bilder. Einfach an den Plan halten. Ich werde auf jeden Fall in meinen Wochenrückblicken darüber berichten. Und mir noch eine Zusatzchallenge geben: Diesen Monat 24 Stunden Sport machen. Und jetzt schwing ich mich gleich ins Studio, damit ich zum Tatort pünktlich auf dem Cardiogerät sitze.

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3 Gedanken zu “Sport ist ihr Hobby

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