2015 | Woche 14

Wie im letzten Blogpost schon geschrieben: So ein Dreckskackmistportfolio schreibt sich nicht von allein. So war ich von Montag bis Freitag hauptsächlich damit beschäftigt daran zu schreiben und Mitleidenden zu schreiben, wie nervig das alles doch ist und darüber nachzudenken, wie nervig das ganze Ding doch ist und wie aufwendig und überhaupt. Zwischendurch dachte ich noch an die letzte Folge Twin Peaks, so was muss ja auch erstmal verarbeitet werden. Und wehe, David Lynch setzt die dritte Staffel in 2016 nicht um. Es war eine große Zeit der Selbstbemitleidung, doch seit Samstagvormittag hat sie ein Ende gefunden. Das Dreckskackmistportfolio hat 50 Seiten und 10.603 Wörter und wird morgen in die Hände des Dozenten gelegt, der sich wahrscheinlich nie im Leben alles durchlesen wird, weil er noch über hundert andere davon zur Beurteilung hat.
Zwischendurch ließ ich mir jedoch nicht die kleinen Freuden nehmen und traf mich mit Freunden. Es ist so schön wieder in Leipzig zu sein und all die liebgewonnenen Menschen wiederzusehen und zu wissen, dass sie nur noch wenige Kilometer entfernt sind.
2015-04-01 15.22.00Am Mittwoch fuhr ich also mit einem Staubsauger Straßenbahn. Ich hatte kurz Angst, dass ich für ihn, wie für einen Hund ein Kinderticket kaufen müsste, aber es kam kein Kontrolleur, der sich hätte beschweren können. Es waren nur Mitfahrer da, die wohl noch nie jemanden gesehen hatten, der einen Staubsauger mit öffentlichen Verkehrsmitteln transportiert und mich dementsprechend anstarrten. So als würde ich im nächsten Moment aufspringen und anfangen in der Tram zu saugen. Nach einem halben Jahr in meiner kleinen Wohnung kann ich jetzt auch mal saugen und ich hatte ganz vergessen, wie schön sie sein kann, so ohne Staub. Mal sehen, wie lang die Freude daran anhält.
Donnerstag traf ich mich mit dem hübschesten Baby/Kleinkind der ganzen Stadt und sammelte ein bisschen Kinderlachen für graue Tage. Und fürs Portfolio schreiben.

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Im „süß und salzig“ war ich mit einem guten Freund am Freitag. Ich bin ganz verliebt in das kleine Café und werde es demnächst wohl noch ausführlicher vorstellen. Der Kuchen schmeckt fabelhaft und es ist nur 10 Minuten entfernt. Das werden harte Zeiten für meinen Geldbeutel und meine Hüften. Und weil ich irgendwann plötzlich so ein schrecklicher Mensch geworden bin, der gutes Wetter und Sonne nutzt, um spazieren zu gehen, machten wir noch einen kleinen Spaziergang am Karl-Heine-Kanal entlang und mal wieder wurde mir bewusst wie wunderschön Leipzig eigentlich ist. Ich liebe es, dass es noch so viele Ecken gibt, die ich noch nicht gesehen habe und werde mir auf jeden Fall vornehmen, öfters einfach irgendwo entlang zu laufen.


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Plagwitz.



Mein Kleiderschrank wurde am Samstag ausgemistet. Eigentlich ist mir mittlerweile mehr als die Hälfte zu groß, aber irgendwas muss ich ja auch noch anziehen. Ihr könnt ja mal bei Kleiderkreisel vorbeischauen, da hab ich ein paar Sachen hochgeladen, die in meinem Kleiderschrank nur versauern würden.

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Sonntag bin ich fast sechs Stunden nach Stuttgart gefahren, nur um 6 Minuten auf der Bühne zu stehen. Poetry Slam ist manchmal schon ein komisches Hobby, aber es macht unheimlich Spaß. Außerdem gab es Maultaschen, Käsespätzle und Bier und schöne Menschen, da lohnt sich die Fahrt doch umso mehr. Das Bild oben habe ich nur gemacht, weil die Frau so eine unfassbar hässliche Katzentasche hatte. Auf dem Bild unten seht ihr den wunderbaren Tobias Heyel, bei dem ich 2011 meinen Slamworkshop hatte, und der ganz wundervolle Wörter ins Mikro spricht.

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In der Spardose: 56€

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